ATX-Netzteil Umbau
Achtung!!! An solche
Projekte sollten sich nur Personen wagen, die wissen, was sie tun. Jegliche
Nachahmung geschieht auf eigene Gefahr!!! Es besteht die Gefahr von Sach- und
Personenschäden!!!
Motivation
Ziel des Umbaus war es, eine stabile 12V
Gleichstrom-Spannungsquelle zu erhalten, um daran ein Ladegerät betreiben zu
können. Dafür muss das Netzteil einen Strom von maximal ca. 14 Ampere liefern
können.
Technische Daten des Netzteils
Spannung max. Strom
3,3V xxA
5V xxA
12V xxA
Controller
Bezeichnung: KA7500B
Homepage des Controllerherstellers: www.fairchildsemi.com
Funktionsprinzip:
Der Controller liefert an Pin 14 eine Spannung von 5V. Diese geht gewöhnlich
über einen Spannungsteiler und liegt entsprechend niedriger an Pin 2 an
(Referenzspannung). Die Ist-Spannung liegt an Pin 1 an. Diese wird mit der
Spannung an Pin 2 vergleichen. Je niedriger die Ist-Spannung ist, desto mehr
werden die Transistoren angesteuert.
Aufbau des Schaltkreises für die Spannungsregelung
Bei diesem Netzteiltyp sind alle drei Spannungen (3,3V; 5V
und 12V) zur Spannungsregelung herangezogen worden. Der Spannungsteiler besteht
dabei aus drei Widerständen und einem Potti. Dies ist sehr praktisch, da
dadurch nach dem Umbau die Spannung optimal angepasst werden kann (falls
erforderlich). Das Bild zeigt den Potti und den Controller:
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Der Aufbau war wie folgend:
Umbau
Als ersten
Umbauschritt habe ich alle später nicht mehr benötigten Kabel Ausgelötet (je
nach späterem Einsatzzweck). Bei mir waren das alle gelben (12V) bis auf 4
Stück, alle Roten (5V) bis auf eins und alle Schwarzen, bis auf 5 Stück. Die
jetzt noch Verlöteten Kabel habe ich auf ca. 20cm gekürzt (lässt sich einfach
besser arbeiten, als wenn sie noch so lang sind).
Da nach dem Umbau nur der 12V Ausgang benötigt wird und auch
nur an ihm eine Last anliegt müssen die beiden anderen Spannungen von der
Regelung ausgeschlossen werden. Dafür werden die drei Widerstände (rot
umrandet) ausgelöstet und durch einen Widerstand an der 12V Spannung ersetzt. Die
Bilder zeigen die Platine von unten nachdem die Widerstände ausgelötet waren
und der neue Widerstand bereits eingelötet ist:




Da das Ladegerät, das später an das Netzteil angeschlossen
werden kann einen Eingangsspannungsbereich von 11V bis 14V hat, entschloss ich
mich, die Spannung so auszulegen, dass ich ca. 12,5V erhalte, wenn der Potti
„in der Mitte steht“ (also bei ca. 0,5kOhm). Daher wählte ich als
Ersatzwiderstand einen Kohleschichtwiderstand (1/10Watt) mit 10kOhm. Da sieht
das Schaltbild folgendermaßen aus:

Damit die beiden anderen Ausgänge nicht unbelastet bleiben,
haben ich an den 3,3V Ausgang einen Drahtwiderstand (5Watt) mit 3,3Ohm und an
den 5V Ausgang einen Drahtwiderstand (11Watt) mit 5Ohm jeweils an ein Kabel des
Netzteils angeschlossen. Dadurch ist es möglich, die Widerstände so im
Netzteilgehäuse zu positionieren, damit sie gut im Luftstrom des Lüfters sind,
da vor allem der Widerstand an 3,3V recht warm wird.
Tipps zur Vorgehensweise
Meiner Meinung nach ist es am einfachsten die Widerständer
für den Spannungsteiler der Ist-Spannung zu finden, wenn man von PIN 1 die Leiterbahnen zurück verfolgt.
Irgendwann kommen sie an den Stellen an, an denen die Kabel des Netzteils
angelötet sind.